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Mammachirurgie

Operation an der Brust

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Qualitätsindikatoren

Auffälligkeitskriterien der Datenvalidierung

Beschreibung

Der Leistungsbereich Mammachirurgie zielt auf die Behandlung von Brustkrebs (Mammakarzinom, Mamma-CA). Es handelt sich um die häufigste Krebserkrankung bei Frauen: Ca. 29 % aller krebsbedingten Todesfälle bei Frauen im Alter zwischen 35 und 60 Jahren sind auf das Mammakarzinom zurückzuführen. In äußerst seltenen Fällen kann diese Erkrankung aber auch bei Männern auftreten.

Die Früherkennung (u. a. durch das Mammographie-Screening) sowie die adäquate Diagnostik und die stadiengerechte Therapie des Brustkrebses ermöglichen es, die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern und die krankheitsbedingte Sterblichkeit zu senken. Die Behandlungsplanung sollte umfassend und sorgfältig erfolgen und bei der Auswahl der Behandlungsmöglichkeiten sollten stets die individuelle Situation der Patientin, das Therapieziel, die Nutzen-Risiko-Abwägung sowie die Präferenzen der Patientin berücksichtigt werden. Wichtige Voraussetzungen hierfür sind die interdisziplinäre und sektorenübergreifende Zusammenarbeit der an der Versorgung beteiligten Fachdisziplinen sowie die informierte, gemeinsame Entscheidungsfindung von Patientin und Arzt.

Die Behandlung des Mammakarzinoms besteht aus mehreren Säulen. Bei den operativen Behandlungsmöglichkeiten wird zwischen brusterhaltender Operation und einer vollständigen Entfernung der betroffenen Brust (Mastektomie) unterschieden. Der Lymphknotenstatus, d. h. eine Aussage darüber, ob und in welchem Ausmaß bei einer Patientin ein Tumorbefall der in der Achsel befindlichen (axillären) Lymphknoten vorliegt, hat einen Einfluss auf die weitere Therapieplanung und den Verlauf der Erkrankung. Um eine Aussage zum Lymphknotenstatus zu ermöglichen, können die Entfernung der Wächterlymphknoten (Sentinel-Lymphknoten) und in bestimmten Fällen die Ausräumung der axillären Lymphknoten (Axilladissektion) notwendig sein. Nach der Entfernung einer Brust gibt es mehrere Möglichkeiten des Wiederaufbaus (plastische Rekonstruktion) und der äußeren prothetischen Versorgung. Je nach Art des Tumors sind die Chemo-, Hormon- bzw. Antikörpertherapie und/oder Bestrahlung Bestandteile der Behandlung.

Die konsequente Anwendung wissenschaftlich basierter Standards in der Brustkrebstherapie führt insgesamt sowohl zu einer verbesserten individuellen Prognose der Betroffenen als auch zu einer erhöhten Lebensqualität. Die 5-Jahres-Überlebensrate liegt über alle Stadien hinweg bei ca. 85 %. In jeder Stufe ist die Qualität der Versorgung für das Überleben und die Lebensqualität von entscheidender Bedeutung.

Abbildung: Brust

Fachdisziplin: Gynäkologie und Geburtshilfe

Verfahrenstyp: indirekt

Modul-Nr.: 18/1

Fachgruppe: Mammachirurgie

Datenerfassung

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FAQ zum Thema

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