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Probebetriebe Kataraktoperation und Konisation

Sektorenübergreifende Qualitätssicherung gem. §137a SGB V

Grundlage der Probebetriebe zu den Leistungsbereichen Kataraktoperation und Konisation sind die bereits 2011 abgeschlossenen Machbarkeitsprüfungen.

Im Anschluss daran wurden am 15. März 2012 die Probebetriebe zu Kataraktoperation und Konisation vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) beauftragt.

An den Probebetrieben zu den Leistungsbereichen Kataraktoperation und Konisation sollten Leistungserbringer und Softwareanbieter freiwillig teilnehmen. Da es sich um länderbezogene Verfahren handelte, wurden zusätzlich Vertreter der Landesebene hinzugezogen, um den Datenfluss möglichst analog zum späteren Regelbetrieb zu erproben.

Der Probebetrieb zum Leistungsbereich Kataraktoperation startete am 1. Juli 2012. Die Indikatoren wurden bis zum 30. September 2012 in Teilen Nordrhein-Westfalens erhoben.Die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein hat an der Erprobung für den ambulanten Bereich teilgenommen. Im stationären und selektivvertraglichen Bereich erfolgte keine Erprobung.

Im Fokus des Probebetriebs standen die technische Umsetzbarkeit der Datenflüsse, die Verständlichkeit der Erhebungsinstrumente sowie die Verfügbarkeit und Auswertbarkeit der Daten. Außerdem wurde ein Auswertungskonzept erstellt und erprobt.

Für den Probebetrieb Konisation konnten nicht genügend Teilnehmer rekrutiert werden, weder Softwareanbieter noch Leistungserbringer und Datenannahmestellen. Er wurde daher zunächst vom 1. April 2012 auf den 1. Juli 2012 verschoben, konnte jedoch auch zum späteren Termin nicht stattfinden. Zudem bestanden Schwierigkeiten in der Einrichtung der technischen Voraussetzungen für den Probebetrieb. Im Mai und Juni 2012 zeigte sich, dass für den ambulant-kollektivvertraglichen und den selektivvertraglichen Bereich keine Teilnehmer zur Verfügung standen, so dass hier die Rekrutierung von den beteiligten Kassenärztlichen Vereinigungen schließlich eingestellt wurde.

Die Alternative, den Probebetrieb ausschließlich mit stationären Leistungserbringern durchzuführen, wurde aufgrund ihrer eingeschränkten Aussagekraft und weiterer Verzögerungen im Gesamtablauf wieder verworfen. Insbesondere für die Softwareanbieter stellten die kurzen Bearbeitungszeiträume für den Probebetrieb Konisation Hinderungsgründe für eine Teilnahme dar.

Das AQUA-Institut hat aufgrund der Erfahrungen im Probebetrieb Konisation Verbesserungsmöglichkeiten der Verfahrensweisen aufgezeigt und entsprechende Empfehlungen ausgesprochen. Diese sind im Abschlussbericht zum Probebetrieb für das Qualitätssicherungsverfahren Konisation vom 30. November 2012 dokumentiert, der am 20. Februar 2014 vom Gemeinsamen Bundesausschuss verabschiedet wurde (Bericht, Ergänzungskapitel und Anlagen).

Auch der Beginn des Probebetriebs für Kataraktoperationen wurde aufgrund ähnlicher Schwierigkeiten bei der Rekrutierung geeigneter Teilnehmer zunächst vom 1. April 2012 auf den 1. Juli 2012 verschoben.

Da sich nur ein Softwareanbieter für den ambulant-kollektivvertraglichen Bereich zur Teilnahme bereit erklärte, konnte der Probebetrieb Kataraktoperation nur im Bereich niedergelassener operierender bzw. nachbehandelnder Augenärzte durchgeführt werden. Dennoch konnten insgesamt wichtige Erkenntnisse im Hinblick auf die technische Umsetzung, die Planung und Durchführung von Probebetrieben gewonnen werden. Insbesondere die Bereitschaft zur Teilnahme am Probebetrieb Katarakt und die Entwicklung, Implementierung und der Test der Softwarelösungen, wurden durch den sehr kurzen Vorbereitungszeitraum deutlich beeinträchtigt. Die Ergebnisse zum Probebetrieb für das Qualitätssicherungsverfahren Kataraktoperationen sind im Ergebnisbericht vom 14. Januar 2012 dokumentiert, der ebenfalls am 20. Februar 2014 verabschiedet wurde (Bericht und Anlagen).

Der G-BA hat zu den beiden Probebetrieben und zur Fortführung der Verfahrensentwicklung in seinem Beschluss und in einer Pressemitteilung Stellung genommen. Demnach wird zum jetzigen Zeitpunkt von der Umsetzung beider Verfahren in einen Regelbetrieb Abstand genommen.

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