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§ 137a SGB V –
für eine bessere
Versorgung der
Patienten

Inhalt

Knieendoprothesenversorgung

Auftrag zur Entwicklung eines Qualitätssicherungsverfahrens

Auftrag: Die Entwicklung von Qualitätsindikatoren, Instrumenten und der damit verbundenen Dokumentation als Grundlage eines Qualitätssicherungsverfahrens für die Knieendoprothesenversorgung (Erstimplantation und Revision).

Thema: Der primäre endoprothetische Ersatz des Kniegelenks zählt mit ca.150.000 Eingriffen pro Jahr zu den häufigsten durchgeführten Gelenkersatzoperationen in Deutschland. Vorrangiger Grund für den erstmaligen Ersatz des Kniegelenks ist die fortschreitende Arthrose und die damit einhergehenden Bewegungseinschränkungen und Schmerzen. Weitere Ursachen für den vorzeitigen Verschleiß des Kniegelenks sind Fehlstellungen, Fehlbelastungen sowie mangelnde Bewegung und Übergewicht.

Eine (vorzeitige) Revision kann unter anderem notwendig sein, wenn es zu einer Lockerung des Implantats, Instabilität des künstlichen Gelenks, einer ausgedehnten bakteriellen Infektionen oder einem fortschreitenden Verschleiß in den bisher nicht ersetzten Gelenkanteilen kommt.

Mit dem derzeitigen Verfahren zur externen stationären Qualitätssicherung lässt sich durch die sektorale Begrenzung und die immer kürzere Verweildauer die Versorgungsqualität in der Knieendoprothesenversorgung nur unzureichend beurteilen. Aus diesem Grund können Aussagen über Revisionshäufigkeiten und deren Gründe nur sehr eingeschränkt getroffen werden. Um eine langfristige Beurteilung zu ermöglichen, müssen alle an der Versorgungskette beteiligten Leistungserbringer (Orthopäden, Rheumatologen und Unfallchirurgen) sowohl im ambulanten als auch im stationären Sektor in der Qualitätssicherung berücksichtig werden. Hierbei sollte ebenfalls die Patientenperspektive angemessen abgebildet werden.

Der Abschlussbericht wurde am 16. Juli 2012 dem Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) übergeben. Das Plenum des G-BA nahm den Bericht in der Sitzung vom 16. August 2012 ab. Mit der Abnahme wurde der Bericht veröffentlicht. Über die weitere Umsetzung entscheidet der G-BA.

Abschlussbericht:

Weitere Informationen zur Auftragsvergabe: